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Asylsozialhilfe

Sie beinhaltet die Leistungen für Personen des Asylbereichs ohne rechtskräftigen negativen Asyl- und Wegweisungsentscheid. Die Leistungen werden durch die Asylsozialhilfestellen (ASH) gewährt und durch das Amt für Migration und Personenstand (MIP) mittels einer vom Staatssekretariat für Migration festgelegten Globalpauschale pro Person und Tag abgegolten.

Asylsozialhilfestelle

Die Asylsozialhilfestellen (ASH) sind vom Amt für Migration und Personenstand (MIP) beauftragte Trägerschaften, die die Asylsozialhilfe und die Nothilfe an Personen des Asylbereichs ausrichten. Sie sorgen für die Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden.

Nothilfe

Das Grundrecht auf vorübergehende Nothilfe (Art. 12 der Bundesverfassung) verleiht

  • rechtskräftig weggewiesenen Personen, die sich weiterhin in der Schweiz aufhalten, oder
  • Personen des Asylbereichs, die von der ordentlichen Asylsozialhilfe ausgeschlossen wurden,

einen Anspruch auf die in der Notlage unerlässlichen Mittel wie Nahrung, Kleider, Obdach und medizinische Grundversorgung. Die Nothilfe wird durch die Asylsozialhilfestellen (ASH) gewährt.

Personengruppen des Asylbereichs und Ausweise

Asylsuchende / Ausweis N

sind Personen, die in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt haben und im Asylverfahren stehen. Während des Asylverfahrens haben sie grundsätzlich ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Unter bestimmten Umständen kann ihnen eine unselbständige Erwerbstätigkeit erlaubt werden (Ausweis N).

Anerkannte Flüchtlinge / Ausweis B

erfüllen die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 1 der Genfer Flüchtlingskonvention ohne Asylausschlussgründe bzw. nach Art. 3 Asylgesetz (AsylG) (Ausweis B).

Vorläufig aufgenommene Flüchtlinge / Ausweis F

erfüllen die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 1 der Genfer Flüchtlingskonvention bzw. nach Art. 3 Asylgesetz (AsylG), haben aber Asylausschlussgründe. Die kantonalen Behörden können vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen unabhängig von der Arbeits- und Wirtschaftslage eine Bewilligung zur Erwerbstätigkeit erteilen (Ausweis F).

Vorläufig aufgenommene Ausländer / Ausweis F

sind Personen, die aus der Schweiz weggewiesen wurden, wobei sich aber der Vollzug der Wegweisung als unzulässig (Verstoss gegen Völkerrecht), unzumutbar (konkrete Gefährdung der ausländischen Person wegen Krieg, allgemeiner Gewalt oder medizinischer Notlage) oder unmöglich (vollzugstechnische Gründe) erwiesen hat (Ausweis F).

Unbegleitete Minderjährige

sind asylsuchende Kinder und Jugendliche, die noch nicht 18-jährig sind und sich ohne Begleitung eines Elternteils oder eines gesetzlichen Vertreters in der Schweiz aufhalten. Dabei ist zu unterscheiden zwischen

  • unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) in der Zuständigkeit der POM, über deren Asylgesuch noch nicht rechtskräftig entschieden worden ist, und
  • unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) in der Zuständigkeit der GEF, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen.

Abgewiesene Asylsuchende

sind Personen, die einen Wegweisungsentscheid erhalten haben und die Schweiz verlassen müssen.

Unterkünfte für Asylsuchende

Es werden zwei Arten von Kollektivunterkünften unterschieden: oberirdische und unterirdische.

Kollektivunterkunft (KU)

Eine Kollektivunterkunft ist eine oberirdische Unterkunft für Personen des Asylbereichs in der Phase 1.

Notunterkunft (NUK)

Eine Notunterkunft ist eine unterirdische Unterkunft für Personen des Asylbereichs in der Phase 1.


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